Ich bin Nico Braband, Berufsmusiker und Dozent für Gitarre. Ich unterrichte in meinem eigenen Studio in Schweich zwischen Trier und Wittlich – und ich stehe regelmäßig selbst auf der Bühne. Beides gehört für mich zusammen.
Wie ich zur Gitarre gekommen bin
Meine musikalische Reise hat früh begonnen – zuerst mit Trompete, Blockflöte und Keyboard, bis ich schließlich die Gitarre entdeckt habe und klar war: Das ist mein Instrument. Seitdem begleitet sie mich durch alle Phasen meines Lebens – durch Bands, Jobs, Ausbildungen und schließlich durch die Gründung meiner eigenen Musikschule.
Dass ich zuerst andere Instrumente gespielt habe, hilft mir bis heute im Unterricht. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn ein Instrument sich falsch anfühlt – und wie viel sich verändert, wenn man das richtige in der Hand hält. Deshalb dränge ich niemanden zu „dem einen richtigen“ Einstieg, sondern schaue, was zur Person passt.
Ein Umweg, der kein Umweg war
Vor meiner Selbstständigkeit habe ich mein Examen im Gesundheitswesen abgelegt und im Gesundheits- und Eingliederungshilfebereich gearbeitet. Der Umgang mit Menschen, echtes Zuhören und ein Gespür für das, was zwischen den Zeilen passiert, sind heute ein wichtiger Teil meines Unterrichts.
Diese Erfahrung fließt direkt in meine pädagogische Arbeit ein. Musik kann gerade in schwierigen Lebensphasen ein stabiler Anker sein – und Unterricht ist bei mir deshalb ein geschützter Raum, in dem auch Platz ist für das, was gerade sonst noch los ist. Das ist keine Zusatzleistung, sondern der Grund, warum mein Unterricht so aussieht, wie er aussieht.
Ganz praktisch hilft es auch dort, wo körperliche Einschränkungen ins Spiel kommen: bei Schmerzen, nach Verletzungen oder bei Bewegungseinschränkungen suche ich nach Wegen, wie jemand trotzdem spielen kann – mit angepassten Griffbildern, Alternativspielweisen oder Hilfsmitteln, statt vorschnell abzuraten.
Bühne und Studio – warum das für den Unterricht zählt
Mit meiner Formation Flexible Tones stehe ich regelmäßig auf der Bühne. Darüber hinaus war ich an ungewöhnlichen Spielorten zu hören – etwa bei Kinosaal-Konzerten, in Weinkellern, auf Autofestivals oder bei Auftritten in einer Synagoge. Auch im Studio bin ich aktiv und habe unter anderem Gitarrenparts für Filmproduktionen eingespielt.
Während der Corona-Pandemie war ich Teil einer regionalen Musikerinitiative, die den Queen-Klassiker „We Will Rock You“ in einer gemeinsamen Version neu interpretiert hat. 2018 habe ich außerdem eine Auszeichnung für einen besonders originalgetreuen Queen-Gitarrensound erhalten, umgesetzt mit einer eigenen Signature-Gitarre.
Für den Unterricht ist das kein Schmuck im Lebenslauf, sondern Material. Soundcheck, Songaufbau, Lampenfieber, ein Raum, der plötzlich anders klingt als der Proberaum, ein Kabel, das im entscheidenden Moment kratzt – all das kann ich aus erster Hand erklären, weil ich es selbst regelmäßig erlebe.
Mehr zu meiner Arbeit auf der Bühne
Engagement in der Region
Ich engagiere mich für gemeinnützige Projekte. In Schweich habe ich ein Benefizkonzert zugunsten von Flutopfern organisiert und trete regelmäßig für regionale Initiativen und Vereine wie Nachbar in Not Schweich e.V. auf. Dazu kommen Projekte mit Einrichtungen wie der Lebenshilfe, bei denen ich musikalische Angebote begleite und weiterentwickle.
Außerdem bin ich Mitgründer der „Try Out Stage“, einer Open Stage im Jugendzentrum Schweich, die jungen Menschen eine Bühne gibt. Für viele meiner jüngeren Schülerinnen und Schüler ist genau das der Moment, in dem aus Üben plötzlich Musik wird.
Ein weiterer Teil meiner Arbeit sind Kooperationen, zum Beispiel mit Guitarstix. Dort geht es um sinnvolles Zubehör und praktische Werkzeuge für den Instrumentenalltag – getestet im echten Einsatz, nicht nur im Katalog.
Meine Haltung zum Unterrichten
Mir geht es nicht nur darum, Tonleitern, Akkorde und Technik zu vermitteln. Musik ist immer auch Persönlichkeitsentwicklung – und genau so verstehe ich meine Arbeit als Dozent und Musiker.
Deshalb gibt es bei mir kein Standardprogramm. Wir arbeiten mit Songs, die dir etwas bedeuten, und bauen Technik darin ein, statt sie vorher trocken abzuarbeiten. Wir besprechen ehrlich, wie viel Zeit du zum Üben hast, und richten die Schritte danach aus. Und wir reden Klartext, wenn etwas nicht funktioniert – freundlich, aber ohne Schönfärberei.
Aus demselben Grund biete ich keine kostenlosen Probestunden an. Die erste Stunde bei mir ist ein echter Unterrichtstermin und kein Werbegespräch mit ein wenig Gitarrenshow. Was mir am wichtigsten ist: Menschen, die mit mir arbeiten, sollen das Gefühl haben, gesehen und ernst genommen zu werden.
Häufige Fragen
Welche Qualifikation hast du als Gitarrenlehrer?
Ich arbeite hauptberuflich als Musiker und Dozent für Gitarre und führe meine eigene Musikschule in Schweich. Vor der Selbstständigkeit habe ich mein Examen im Gesundheitswesen abgelegt und im Gesundheits- und Eingliederungshilfebereich gearbeitet – diese pädagogische und menschliche Erfahrung ist ein fester Teil meines Unterrichts.
Unterrichtest du auch Fortgeschrittene?
Ja. Neben Einsteigern arbeite ich mit Wiedereinsteigern und fortgeschrittenen Spielern, die an Technik, Harmonielehre, Sound oder konkreten Projekten arbeiten wollen – bis hin zur Vorbereitung von Auftritten, Wettbewerben und Aufnahmen.
Kann ich dich auch für Auftritte buchen?
Ich spiele regelmäßig live, unter anderem mit der Formation Flexible Tones, und war auch bei ungewöhnlichen Formaten dabei. Anfragen dazu nimmst du am besten über das Anfrageformular auf – schreib kurz, worum es geht, und ich melde mich.
Bietest du Unterricht bei mir zu Hause an?
Nein. Der Unterricht findet in meinem Studio in Schweich statt. Das hat einen einfachen Grund: Ausstattung, Akustik und Aufnahmemöglichkeiten dort sind ein wesentlicher Teil der Unterrichtsqualität und lassen sich nicht im Koffer transportieren.